
Wellington
Hauptstadt, Kultur & Fähre zur Südinsel.
Wellington entdecken
Neuseelands kompakte Hauptstadt ist bekannt für ihre Kaffee- und Kunstszene, das Nationalmuseum Te Papa und die windige Lage. Von hier setzt die Interislander-Fähre mit Deinem Camper auf die Südinsel über.
Highlights
- Museum Te Papa (Eintritt frei)
- Mount Victoria Lookout & Cable Car
- Kaffee-, Craft-Beer- & Food-Szene
- Interislander-Fähre nach Picton
Gut zu wissen
- Insel
- Nordinsel
- Beste Reisezeit
- November bis April
Am flexibelsten erkundest Du Wellington mit dem eigenen Camper.
Camper anfragenReisetipps & RoutenBeste Reisezeit für Wellington
November bis April ist die beste Zeit für Wellington: trockeneres Wetter, Sommer an der Küste und die Kulturprogramme der Stadt laufen auf vollen Touren. Wellington hat allerdings ein bekanntes Phänomen: Wind. Die Stadt liegt an der Cookstraße und hat statistisch die meisten Windtage Neuseelands. Das beeinflusst Outdoor-Aktivitäten, macht die Stadt aber auch lebendig. Im Winter (Juni bis August) ist Wellington kühler (10 bis 14 Grad), aber die Innenstadt bleibt attraktiv: Die Cafe-Dichte ist höher als irgendwo sonst in Neuseeland, Museen sind geheizt und oft die bessere Wahl bei schlechtem Wetter. Te Papa, das Nationalmuseum, ist kostenlos. Für Camper ist Wellington Wendepunkt oder Ausgangspunkt: Die Interislander-Fähre bringt Dich und Deinen Camper in ca. 3,5 Stunden über die Cookstraße nach Picton auf der Südinsel. Das ist mehr als Logistik: Die Fahrt durch den Marlborough Sound mit seinen Fjordeinschnitten und grünen Hügeln ist ein eigenes Erlebnis. Wellington verdient trotzdem mindestens einen vollen Tag, bevor man die Fähre nimmt.
Wellington zu Fuß erleben
Wellington ist kompakt genug, um fast alles zu Fuß zu erreichen. Das Stadtzentrum rund um Lambton Quay, die Cuba Street und das Waterfront-Viertel liegen eng zusammen. Der Camper bleibt auf einem der Campingplätze am Stadtrand, man nimmt Bus oder Cable Car ins Zentrum.
Cable Car: Von Lambton Quay fährt die historische Seilbahn in 5 Minuten hinauf nach Kelburn, mit dem besten Panorama über den Hafen und die Innenstadt. Oben gibt es die Botanic Gardens mit Cafes und Rosengärten. Hin- und Rückfahrt ca. 10 NZD. Einer der einfachsten und lohnendsten Ausblicke Wellingtons.
Cuba Street ist Wellingtons Kulturachse: unabhängige Cafes, Musikläden, Secondhand-Geschäfte, Street Art, Buchläden und Restaurants aus aller Welt auf einem Kilometer. Wer eine Mittagsstunde auf der Cuba Street verbringt, versteht, warum Wellington von fast allen Reisenden als die lebendigste Stadt Neuseelands bezeichnet wird.
Te Papa und Wellingtons Museen
Te Papa Tongarewa ist das Nationalmuseum Neuseelands. Eintritt frei. Die Ausstellungen zu Maori-Geschichte, zur Naturgeschichte der Inseln, zur Besiedlung und zum Waitangi-Vertrag sind besser aufbereitet als in jedem anderen Museum des Landes. Für zwei bis drei Stunden lohnt sich der Besuch vor allem anderen.
Besonders sehenswert: Das Colossal Squid-Exemplar im Untergeschoss (der größte erhaltene Riesenkalmar der Welt), die Maori-Marae-Replik und die Erdbeben-Simulationsausstellung. Für Familien gibt es interaktive Stationen, für Kulturinteressierte wechselnde Sonderausstellungen.
Weta Workshop in Miramar (20 Minuten vom Stadtzentrum): Die Filmwerkstatt hinter Herr der Ringe, Avatar und anderen Produktionen bietet Führungen an, bei denen man in Kulissen-, Modell- und Effektwerkstätten schaut. Eintritt ca. 35 NZD, Buchung vorab empfohlen. Für Filminteressierte einer der besten Stopps auf der Nordinsel.
Campingplätze in Wellington
Freedom Camping im Stadtgebiet Wellington ist nicht erlaubt. Die nächsten Optionen: Hutt Park Holiday Park in Lower Hutt (ca. 20 Minuten östlich, direkt am Fluss, ab 30 NZD), Wellington TOP 10 Holiday Park in Kilbirnie (10 Minuten vom Zentrum, ca. 35 bis 50 NZD), oder Kaitoke Regional Park in Upper Hutt (ca. 35 Minuten nördlich, DOC Campsite, günstiger und natürlicher).
Wer Wellington mit dem Camper besucht, übernachtet am sinnvollsten in Lower Hutt oder Kilbirnie und fährt täglich per Bus ins Zentrum. Das Hutt Park Holiday Park ist besonders praktisch, da der Stadtbus direkt vor dem Park stoppt.
Tipp für die Nacht vor der Fähre: Wer die Frühfähre nimmt (Abfahrt Wellington ca. 6:30 Uhr), schläft in Wellington und steht früh auf. Wer die Abend-Fähre nimmt, übernachtet die erste Nacht auf der Südinsel in Picton oder Blenheim.
Die Interislander-Fähre
Die Fähre zwischen Wellington und Picton ist für alle Reisenden, die beide Inseln bereisen, ein fester Programmpunkt. Das Fahrzeug wird auf das Schiff gefahren, man selbst genießt die Überfahrt an Deck oder im Salon. Dauer: ca. 3 bis 3,5 Stunden. Abfahrten mehrmals täglich, in der Hauptsaison früh buchen.
Die Cookstraße hat einen Ruf für raues Wasser: Bei starkem Wind kann die Überfahrt unruhig werden. Seekrankheitsanfällige Reisende nehmen Tabletten vorab. Die ersten 45 Minuten ab Wellington durch den Hafen sind ruhig, dann beginnt die offene Cookstraße. Nach dem ersten Wellenabschnitt liegt die Einfahrt in den Marlborough Sound vor einem: geschützte Fjordarme, grüne Hügel, kaum Wind. Dort bleibt es die restliche Stunde bis Picton entspannt.
Der Moment, wenn man an Deck steht und Picton sich am Ende des Queen Charlotte Sound ankündigt, ist für viele Reisende einer der schönsten der ganzen Reise. Die Südinsel beginnt sich anzukündigen: die Berge größer, die Landschaft wilder, die Campingplätze leerer. Mit dem Camper an Bord startet hier ein völlig neuer Abschnitt des Roadtrips.
Was man in Wellington außerdem tut
- Zealandia Eco-Sanctuary: 225 Hektar umzäuntes Naturreservat 10 Minuten vom Zentrum. Kiwis, Tuatara und seltene Vögel bei Tageslicht sehen. Eintritt ca. 22 NZD, Nachttouren für Kiwi-Sichtung buchbar.
- Mount Victoria Lookout: 5 Minuten Fahrt oder 20 Minuten zu Fuß. 360-Grad-Panorama über Wellington, Hafen und Cookstraße. Kostenlos, ganzjährig. Herr der Ringe-Drehort.
- Craft Beer: Wellington ist das Craft-Beer-Zentrum Neuseelands. Fork & Brewer, Hashigo Zake und Garage Project (Aro Valley) sind gute Adressen.
- Oriental Bay: Stadtnaher Sandstrand am Hafen, beliebt bei Einheimischen. Kein Brandungsstrand, aber entspannte Atmosphäre mit Blick auf die Altstadt.
- Weta Workshop: Herr der Ringe, Avatar, Alles über Samoa. Führungen durch die Filmwerkstatt, ca. 35 NZD, Buchung vorab.
Tagesausflüge ab Wellington
Kapiti Island liegt 50 km nördlich: eine Vogelschutzinsel ohne Raubtiere, erreichbar per Fähre von Paraparaumu. Kiwis, Kokako und andere seltene Vögel leben dort in Wildnis. Tägliche Besucherlimits gelten, Buchung weit im Voraus nötig. So nah kommst Du wilden Vögeln sonst nur in Neuseelands entlegensten Winkeln.
Wairarapa liegt 50 km östlich über den Rimutaka Pass: eine gut ausgeschilderte Weinregion mit dem kleinen Ort Martinborough als Mittelpunkt. Weingüter liegen so nah beieinander, dass man per Fahrrad von einer zur nächsten radeln kann. Für den Camper kein Problem: das Rimutaka-Gebirge überqueren, Weingut besuchen und nachmittags zurück. Die Passstraße über die Rimutaka Ranges hat schöne Ausblicke über das Hutt Valley und die südliche Nordinsel.
Putangirua Pinnacles im Wairarapa sind bizarre Erdpyramiden, die durch Erosion entstanden sind und als Drehort für Herr der Ringe dienten. Kurze Wanderung durch das Bachbett, keine Vorbereitung nötig. Von Wellington 2 Stunden, gut als Kombination mit einer Weinregion-Tour an einem langen Tag.
Anfahrt nach Wellington
Von Tongariro oder Taupō nach Wellington: SH1 südwärts durch Waiouru und Palmerston North, ca. 3,5 bis 4,5 Stunden. Von Auckland direkt nach Wellington: ca. 7 bis 8 Stunden, sinnvoll aufgeteilt. Fähre Wellington-Picton: Interislander und Bluebridge bieten Überfahrten an. Fahrzeuglänge beim Booking genau angeben. Interislander: ca. 150 bis 250 NZD für Fahrzeug je nach Saison.
Häufige Fragen zu Wellington
- Wie buche ich die Fähre für meinen Camper?
- Direkt bei Interislander (interislander.co.nz) oder Bluebridge (bluebridge.co.nz). Fahrzeuglänge genau eingeben, da verschiedene Preisstufen. In der Hauptsaison frühzeitig buchen, besonders für Wochenend-Abfahrten.
- Wie viele Tage sollte ich für Wellington einplanen?
- Mindestens 1,5 bis 2 Tage: Te Papa (halber Tag), Cable Car und Cuba Street (Mittag), Zealandia oder Weta Workshop (halber Tag). Wer Wellingtons Cafe-Szene genießt, bleibt gern 3 Tage.
- Ist die Cookstraße wirklich so rau?
- Bei starkem Wind ja. In der Hauptsaison ist ruhiges Wetter häufiger als stürmisches. Die Fähre fährt auch bei mäßigem Seegang. Wer zur Seekrankheit neigt, nimmt Tabletten vorab.
- Kann man den Camper in Wellington parken?
- Innenstadtparkplätze sind kostenpflichtig und für große Campervans schwierig. Besser: Campingplatz in Lower Hutt oder Kilbirnie, dann per Bus ins Zentrum. Das spart Parkgebühren und Stress.
- Gibt es in Wellington gute Einkaufsmöglichkeiten für die Weiterreise auf der Südinsel?
- Ja. Countdown und New World im Stadtzentrum sind gut sortiert. Pak'nSave Wellington (etwas außerhalb) ist günstiger. Die erste größere Stadt nach Picton auf der Südinsel ist Blenheim (ca. 1 Stunde), dort auch Pak'nSave.
- Lohnt sich der Ausflug nach Kapiti Island?
- Für alle, die neuseeländische Vögel sehen wollen, ist Kapiti Island eines der besten Erlebnisse der Nordinsel. Kiwis bei Tageslicht zu beobachten ist selten, auf Kapiti Island aber möglich, weil keine Raubtiere vorhanden sind. Buchung weit im Voraus nötig, Tagesquote begrenzt.
- Wie ist die Kaffeeszene in Wellington im Vergleich zu anderen NZ-Städten?
- Wellington gilt als Kaffeehauptstadt Neuseelands, noch vor Auckland. Die Cafe-Dichte ist so hoch, dass man nie mehr als 100 Meter von einem Espresso entfernt ist. Cuba Street, Willis Street und der Bereich um Te Aro sind die besten Adressen. Für Camper: morgens früh ein Flat White auf Cuba Street holen, bevor man losfährt.
- Ist Wellington auch für einen Zwischenstopp ohne Fähre sinnvoll?
- Ja. Wer auf der Nordinsel bleibt, verlässt Wellington über dieselbe Route zurück. Wellington ist aber selten ein reiner Zwischenstopp: Te Papa allein füllt einen halben Tag, Zealandia einen weiteren. Die Stadt hat genug zu bieten, um 2 bis 3 Tage anzuhängen ohne dass es sich zu lang anfühlt.
- Gibt es in Wellington etwas für Outdoor-Fans außerhalb der Stadt?
- Ja. Rimutaka-Wald nördlich von Upper Hutt hat gute Wanderwege ohne Andrang. Der Geländezug der Rimutaka Ranges trennt das Hutt Valley vom Wairarapa und bietet auf kurzen Wanderungen weite Aussichten. Für Mountainbiker lohnt sich der Remutaka Cycle Trail. Tawa Bush und der Makara Peak MTB Park sind schnell ab Innenstadt erreichbar und wenig bekannt bei Reisenden.
Wellington mit dem Camper entdecken
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