Lake Wakatipu und die Remarkables bei Queenstown, Südinsel Neuseeland
Paare

Die schönsten romantischen Stellplätze in Neuseeland

Sonnenuntergang über dem Fjord, Sternenhimmel über dem Alpensee, Aufwachen am einsamen Strand: Neuseeland hat unzählige Traumstellplätze für Paare. Hier sind die schönsten.

Was einen romantischen Stellplatz ausmacht

Es geht um Aussicht, Stille und das Gefühl, der einzige Mensch auf der Welt zu sein. Neuseeland liefert das in einem Ausmaß, das kein europäisches Campingland erreicht: 5 Millionen Einwohner auf zwei Inseln so groß wie Großbritannien. Das ist echte Einsamkeit, nicht 100-Meter-vom-Nachbarn-Einsamkeit, sondern Aufwachen ohne jedes menschliche Geräusch außer Vogelstimmen.

Mit einem self-contained Camper darfst Du an vielen dieser Plätze legal und kostenlos übernachten. Das macht einen grundlegenden Unterschied: kein Campingplatz, kein Check-in, keine Nachbarn, die ihren Generator anwerfen. Nur Ihr zwei, der Camper und was auch immer gerade hinter dem Berg passiert.

Was wirklich romantische Plätze von guten Plätzen unterscheidet, ist das Timing: Ankunft kurz vor Sonnenuntergang, früh genug um den Platz zu sichern, aber spät genug für das goldene Licht. Die besten Momente entstehen oft unbeabsichtigt, ein zufällig abgebogener Schotterweg, eine Lücke im Gebüsch, ein See, den keine App kennt.

Südinsel: Die romantischsten Plätze

Der Lake Tekapo ist für die meisten Paare das absolute Highlight, und das aus gutem Grund. Das Wasser changiert je nach Tageszeit zwischen Türkis, Saphir und fast Silber. Die Kirche der Guten Hirten am Ufer, die Bergkette dahinter, nachts die Milchstraße, die man mit bloßem Auge sieht: Das ist kein Reiseprospekt, so sieht es wirklich aus. Die DOC Campsite Tekapo-B liegt direkt am Ufer, früh ankommen (14 bis 15 Uhr) und den besten Platz sichern.

Lake Pukaki, dreißig Kilometer südlich, ist weniger bekannt und deswegen oft schöner. Das Wasser ist milchig-türkisblau durch die Gletschermilch aus den Bergen, eine Farbe, die man nirgendwo sonst auf der Welt sieht. Am kleinen Rastplatz am State Highway 8 stehen manchmal drei, vier Fahrzeuge, den richtigen Blick auf den Mount Cook findet man vom Nordufer aus. Das Abendlicht hier im Sommer um 20 Uhr ist der Grund, warum man länger stehen bleibt als geplant.

Glenorchy ist einer dieser Orte, die man nie vergisst. 45 Minuten von Queenstown, am Ende des Lake Wakatipu, windet sich die Straße am Ufer entlang, dann öffnet sich das Tal: Berge spiegeln sich im stillen Wasser, Nebel hängt in den Wäldern, Reiter ziehen am Ufer entlang. Der Glenorchy Caravan Park hat Stellplätze mit Seezugang, früh ankommen und man hat die erste Reihe.

Lake Wānaka ist kultivierter als Tekapo, aber nicht weniger schön. Der #ThatWanakaTree steht einsam im Wasser, einer der meistfotografierten Bäume Neuseelands, und der Grund ist offensichtlich. Freedom Camping am Seeufer ist mit self-contained Fahrzeug erlaubt. Roys Peak bei Sonnenaufgang zu zweit: dafür um 4:30 Uhr aufbrechen, fünf Stunden aufsteigen und oben ankommen, wenn das erste Licht über die Berge bricht, einer der wenigen Orte, bei denen einem die Worte fehlen.

Die Milford Road zwischen Te Anau und Milford Sound bietet zwei der wildesten Stellplätze der Südinsel: Lake Gunn Campsite und Cascade Creek, umgeben von Urwald, Bergspitzen und Wasserfällen. Kein Handynetz. Sandfly-Abwehrmittel benutzen und die Fenster abends schließen. Dafür: komplette Stille, komplette Dunkelheit und ein Himmel voller Sterne.

#ThatWanakaTree am Ufer des Lake Wānaka, romantischer Stellplatz auf der Südinsel Neuseeland
Der #ThatWanakaTree am Lake Wānaka: Freedom Camping am Seeufer ist hier mit self-contained Camper erlaubt.

Nordinsel: Traumstellplätze für Paare

Cape Reinga, die nördlichste Spitze Neuseelands, ist ein langer Weg, aber er lohnt sich für Paare, die Einsamkeit wirklich suchen. Hier treffen die Tasmansee und der Pazifik aufeinander, man sieht die Kollision der Strömungen im Wasser. Ein Sonnenaufgang hier allein zu zweit, bevor die Tagestouristen-Busse ankommen, gehört zu den stillen Momenten dieser Reise.

Cathedral Cove auf der Coromandel-Halbinsel ist von der Straße aus nicht zu sehen, 45 Minuten zu Fuß oder ein Wassertaxi bringen Dich hin. Der Strand liegt in einer Bucht mit weißem Sand und einer natürlichen Felsbrücke, durch die man hindurchgehen kann. Die Stellplätze bei Hahei Beach sind ideal, früh morgens, wenn der Strand noch leer ist, gehört alles Euch.

Lake Waikaremoana im Te-Urewera-Gebiet ist einer der am wenigsten besuchten Bergseen Neuseelands, ein riesiges Naturreservoir inmitten von undurchdringlichem Buschland, kaum Mobilfunknetz und eine DOC Campsite am Ufer. Für Paare, die wirklich allein sein wollen.

  • Cape Reinga: nördlichste Spitze, Tasmansee und Pazifik treffen sich, Sonnenaufgang vor den Touristenbussen
  • Cathedral Cove (Coromandel): 45 Min. Wanderung, Strand mit Felsbrücke, Stellplätze an der Hahei Beach
  • Lake Waikaremoana: abgelegener Bergsee in Te Urewera, DOC Campsite am Ufer
  • Mahia Peninsula: vulkanische Geheimtipp-Halbinsel mit weißen Stränden und schwarzen Klippen

Wie man die besten Plätze findet

Campermate ist die wichtigste App. Setze den Filter auf „Scenic“ und „Self-contained only“ und suche dann in der gewünschten Region. Lies die Bewertungen und Kommentare, denn die Community markiert die guten Plätze und warnt zugleich vor neuen Verboten oder Lärmquellen in der Hochsaison.

Rankers NZ hat eine andere Community und andere Geheimtipps. Es lohnt sich, beide Apps zu nutzen und zu vergleichen, denn die besten Plätze stehen oft nur in einer der beiden.

Und dann gibt es die Plätze, die in keiner App stehen: ein Schotterweg, der ins Grüne abbiegt, eine Brücke über einen Fluss, dahinter eine Wiese mit Bergblick. Neuseeland ist voll davon. Wer die Zeit hat, einfach abzubiegen und nachzusehen, findet manchmal den romantischsten Platz der ganzen Reise.

Häufig gestellte Fragen

Darf ich überall am See oder Strand campen?
Nein, nur an ausgewiesenen Plätzen oder mit Erlaubnis des Grundstücksbesitzers. Die Campermate-App zeigt erlaubte Plätze. Das Self-contained-Zertifikat des Fahrzeugs ist an vielen Plätzen Pflicht.
Wie sichert man sich einen guten Stellplatz?
Freedom Camping ist First-Come-First-Served. An populären Plätzen wie Tekapo oder Wānaka früh ankommen, gegen 14 bis 16 Uhr. Für DOC Campsites die Vorausbuchung prüfen.

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