
Christchurch & Canterbury
Garden City & weite Ebenen.
Christchurch & Canterbury entdecken
Christchurch ist für die meisten Südinsel-Reisen der Startpunkt: Hier landen die Inlandsflüge, hier übernimmst Du bei uns den Camper, und von hier führen alle großen Routen weg. Für die Stadt selbst reichen anderthalb Tage, für die Banks Peninsula nebenan solltest Du einen ganzen einplanen. Die Canterbury Plains dazwischen sind flach und schnell zu fahren, was nach der Fährüberfahrt oder einem langen Flug angenehm ist.
Highlights
- Innenstadt, Botanic Gardens & Streetart
- Banks Peninsula & Akaroa
- TranzAlpine-Bahnstrecke
- Startpunkt für die Südinsel-Tour
Gut zu wissen
- Insel
- Südinsel
- Beste Reisezeit
- November bis April
Am flexibelsten erkundest Du Christchurch & Canterbury mit dem eigenen Camper.
Camper anfragenReisetipps & RoutenBeste Reisezeit für Christchurch & Canterbury
November bis April ist die verlässliche Zeit. Der Sommer in Canterbury ist trockener und wärmer als in vielen anderen Teilen der Südinsel, weil die Alpen den Regen von Westen abfangen. Dezember bis Februar bringt 20 bis 25 Grad und lange Abende, dann sind aber auch alle Campingplätze rund um Akaroa gefüllt. März und April sind unser Vorschlag für die Anreise: warm genug, deutlich leerer, und die Straßen Richtung Süden und Westen sind frei. Von Mai bis September kann es in der Stadt nachts an den Nullpunkt gehen, und der berüchtigte Nordwester bringt an einzelnen Tagen Sturmböen über die Ebene. Zu jeder Jahreszeit gilt: Der Wetterwechsel kommt hier schnell, und ein warmer Vormittag sagt wenig über den Nachmittag. Wer im Winter startet, sollte die Route über die Alpen erst nach dem Blick auf die Passmeldungen festlegen.
Ankommen und den Camper übernehmen
Wir übergeben in Christchurch und in Auckland. Für die Südinsel ist Christchurch der sinnvollere Start, weil Du von hier ohne Fährüberfahrt losfährst und die klassischen Routen direkt vor der Tür liegen. Bei der Übergabe gehen wir das Fahrzeug gemeinsam durch, erklären Gaskocher, Wassertank und Abwasser, und beantworten die Fragen, die man erst stellt, wenn man davorsteht.
Plane den Ankunftstag nicht zu voll. Nach einem Langstreckenflug sind die ersten Stunden im Linksverkehr anstrengender, als man vorher denkt. Unsere Empfehlung: Camper übernehmen, im Supermarkt einkaufen, und die erste Nacht in oder direkt bei Christchurch bleiben, statt gleich drei Stunden zu fahren.
Für die Rückgabe gilt dasselbe umgekehrt. Wer den Rückflug am selben Tag hat, sollte den Camper am Vorabend zurückbringen und die letzte Nacht in der Stadt verbringen. Das nimmt den Druck aus dem letzten Reisetag.
- Erster Einkauf: Pak'nSave oder Countdown, beide mit großen Parkplätzen
- Gaskartuschen und Campingzubehör gibt es bei Kathmandu und Bunnings
- SIM-Karte am Flughafen oder in der Stadt, Vodafone und One NZ decken die Südinsel am besten ab
- Erste Nacht in Stadtnähe planen, nicht gleich lange Strecke fahren
Die Stadt nach den Erdbeben
Zwischen 2010 und 2011 zerstörten mehrere schwere Beben große Teile der Innenstadt. Was daraus geworden ist, ist ungewöhnlich: Statt einer restaurierten Altstadt gibt es ein Zentrum aus neuen Gebäuden, Lücken, Streetart auf Brandmauern und Zwischennutzungen. Man merkt der Stadt an, dass sie noch nicht fertig ist.
Die Transitional Cathedral aus Karton, entworfen von Shigeru Ban, ist ein Bau, den es so nirgendwo sonst gibt. Das Quake City Museum erklärt die Ereignisse in einer Stunde und ohne Pathos. Und die Botanic Gardens im Hagley Park sind kostenlos, riesig und der beste Ort, um nach dem Flug den Kreislauf zu sortieren.
Ein Ort, der oft übersehen wird: das 185 Empty Chairs Memorial, ein Feld weißer Stühle für die 185 Todesopfer, jeder Stuhl ein anderer. Es steht frei zugänglich an einer Straßenecke und ist stiller als jedes Museum.
Banks Peninsula und Akaroa
Die Banks Peninsula ist der erloschene Rest zweier Vulkane, und die Straße dorthin ist die kurvigste in Reichweite der Stadt. Von Christchurch nach Akaroa sind es 80 Kilometer und rund 1,5 Stunden, die letzte halbe Stunde geht über den Kamm mit ständigem Blick auf den Hafen.
Akaroa war eine französische Siedlung, was man an den Straßennamen noch sieht. Der eigentliche Grund hinzufahren ist der Hector-Delfin, die kleinste Delfinart der Welt, die nur hier vorkommt. Bootstouren kosten rund 95 bis 110 NZD, Schwimmen mit den Tieren deutlich mehr. Die Chance, sie zu sehen, liegt im Sommer sehr hoch.
Für den Rückweg lohnt sich die Summit Road über den Kraterrand statt der direkten Strecke. Sie ist schmal und teilweise Schotter, für unsere Camper aber machbar, und der Blick über beide Häfen ist das beste Panorama der Region.
Wohin ab Christchurch?
Es gibt drei sinnvolle erste Etappen, und die Wahl bestimmt die ganze Reise. Nach Süden über Tekapo und Mount Cook Richtung Queenstown ist die klassische Route mit den bekanntesten Bildern. Nach Westen über den Arthur's Pass zur Westküste ist die kürzeste Verbindung zu Gletschern und Regenwald, 3,5 Stunden.
Nach Norden über Kaikōura Richtung Marlborough ist die richtige Wahl, wenn Du in Picton auf die Fähre willst. Die Strecke am Meer entlang gehört zu den schönsten Küstenstraßen des Landes, und Kaikōura ist nach 2,5 Stunden ein natürlicher erster Halt.
Unsere Erfahrung nach vielen Übergaben: Wer im Uhrzeigersinn fährt, also erst nach Süden und über die Westküste zurück, hat die Sonne meistens günstiger und die Gletscher nicht am Ende der Reise, wenn die Kraft nachlässt.
Stellplätze in und um Christchurch
Freedom Camping ist im Stadtgebiet von Christchurch weitgehend untersagt. Der Spencer Park und der Bereich um New Brighton sind ausgewiesen und für self-contained Fahrzeuge nutzbar, die Regeln stehen auf den Schildern und werden kontrolliert.
Die Holiday Parks am Stadtrand kosten 45 bis 60 NZD für zwei und sind für die erste Nacht die entspanntere Wahl: Strom zum Laden, warme Dusche, und man kann in Ruhe sortieren, was wohin gehört. Nach einem Langstreckenflug ist das die 20 NZD wert.
Außerhalb wird es schnell besser: Die DOC Campsites am Lake Lyndon und im Hinterland Richtung Arthur's Pass kosten 8 bis 15 NZD pro Person. Wer keine Eile hat, fährt am zweiten Tag eine Stunde raus und schläft deutlich schöner.
Anfahrt nach Christchurch & Canterbury
Der Flughafen liegt 12 Kilometer nordwestlich der Innenstadt, Inlandsflüge aus Auckland und Wellington dauern rund 1,5 Stunden. Von Picton auf dem SH1 entlang der Küste rund 4,5 Stunden für 340 Kilometer, mit Kaikōura auf halbem Weg als natürlichem Zwischenstopp. Nach Queenstown über Timaru und Twizel rund 5,5 Stunden, nach Tekapo 3 Stunden, an die Westküste über den Arthur's Pass rund 3,5 Stunden. Die Straßen der Region sind gut ausgebaut, der Arthur's Pass ist ganzjährig offen, kann im Winter aber Ketten verlangen. Innerhalb der Stadt ist Parken mit dem Camper unproblematisch, sobald Du das Zentrum verlässt; im Kern sind die Parkhäuser für hohe Fahrzeuge oft zu niedrig.
Häufige Fragen zu Christchurch & Canterbury
- Kann ich den Camper in Christchurch übernehmen?
- Ja, wir übergeben in Christchurch und in Auckland. Für eine Südinsel-Reise ist Christchurch der sinnvollere Start, weil keine Fährüberfahrt dazwischen liegt. Die Einzelheiten zur Übergabe klären wir bei der Buchung mit Dir persönlich.
- Wie viele Tage sollte man für Christchurch einplanen?
- Anderthalb Tage für die Stadt und einen ganzen Tag für die Banks Peninsula mit Akaroa. Wer direkt nach der Ankunft losfährt, verpasst wenig, sollte aber die erste Nacht trotzdem in Stadtnähe bleiben, statt nach dem Flug drei Stunden zu fahren.
- Lohnt sich Akaroa?
- Für die Hector-Delfine ja, das ist die kleinste Delfinart der Welt und kommt nur in Neuseeland vor. Bootstouren kosten 95 bis 110 NZD und haben im Sommer eine sehr hohe Sichtungsquote. Der Ort selbst ist hübsch, aber im Januar überlaufen.
- Ist Freedom Camping in Christchurch möglich?
- Nur an ausgewiesenen Stellen wie Spencer Park und im Bereich New Brighton, und nur mit self-contained Zertifikat. Im übrigen Stadtgebiet ist es untersagt und wird kontrolliert. Die Holiday Parks am Stadtrand kosten 45 bis 60 NZD für zwei.
- Welche Route ab Christchurch ist die beste?
- Nach Süden über Tekapo und Mount Cook Richtung Queenstown ist die klassische Strecke. Nach Westen über den Arthur's Pass sind es nur 3,5 Stunden bis zu den Gletschern. Nach Norden über Kaikōura, wenn Du zur Fähre nach Picton willst. Im Uhrzeigersinn zu fahren hat sich für die meisten bewährt.
- Wie weit ist es von Christchurch nach Queenstown?
- Rund 480 Kilometer und 5,5 Stunden reine Fahrzeit über Timaru, Twizel und Cromwell. Als Tagesetappe ist das viel. Die meisten teilen die Strecke mit einer Nacht in Tekapo oder am Mount Cook.
- Ist der Arthur's Pass mit dem Camper befahrbar?
- Ja, die Straße ist asphaltiert und ganzjährig offen. Im Winter können bei Schnee Ketten vorgeschrieben sein. Es gibt steile Abschnitte, für unsere Fahrzeuge ist das unproblematisch, im niedrigen Gang bergab fahren schont die Bremsen.
- Wo kaufe ich am besten für die ersten Tage ein?
- Pak'nSave ist die günstigste Kette, Countdown und New World haben die längeren Öffnungszeiten. Alle drei haben in Christchurch Filialen mit Parkplätzen, auf denen ein Camper problemlos steht. Gaskartuschen bekommst Du bei Kathmandu, Bunnings oder größeren Tankstellen.
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