Aoraki/Mount Cook mit Gletschertal auf der Südinsel Neuseelands
Reiseziele · Südinsel

Südinsel: Highlights & Regionen.

Für die Südinsel brauchst Du mindestens zwei Wochen, drei sind angenehmer. Sie ist flächenmäßig größer als die Nordinsel, hat aber nur ein Viertel der Einwohner, und genau das merkst Du auf jeder Etappe: lange Strecken, wenig Verkehr, ganze Täler ohne Ortschaft. Die Südalpen ziehen sich über die volle Länge der Insel und trennen die regenreiche Westküste von der trockenen Ostseite. Hier liegen die Bilder, wegen derer die meisten nach Neuseeland kommen.

Regionen der Südinsel

Warum die Südinsel mehr Zeit braucht

Die Entfernungen sind das, was in der Planung am häufigsten unterschätzt wird. Von Christchurch nach Queenstown sind es 5,5 Stunden reine Fahrzeit, von Queenstown nach Franz Josef 5,5 Stunden, und von dort nach Nelson noch einmal 6. Auf der Karte sieht das nach nichts aus, weil die Insel klein wirkt.

Dazu kommt, dass die Straßen kurvig sind und der Durchschnitt selten über 70 km/h liegt. Wer eine Etappe nach Kilometern plant, verrechnet sich regelmäßig um ein bis zwei Stunden. Rechne mit 70 statt 90 km/h, dann kommt es hin.

Der zweite Grund ist das Wetter. In Fiordland und an der Westküste regnet es oft mehrere Tage am Stück, und die schönsten Ziele sind genau dort. Wer keine Pufferzeit hat, sieht den Milford Sound im Nebel und den Mount Cook gar nicht.

    Wie viel Zeit Du brauchst

    Zehn Tage reichen für eine halbe Insel: Christchurch, Tekapo, Mount Cook, Queenstown, Te Anau und zurück. Das ist eine gute Reise, lässt aber die gesamte Westküste aus.

    Vierzehn Tage sind das Minimum für die Runde: dieselbe Strecke plus Westküste mit den Gletschern und zurück über den Arthur's Pass. Rund 2.000 Kilometer, jeden zweiten Tag Fahrtag.

    Drei Wochen sind die Größe, bei der die Insel Spaß macht. Dann passen Nelson, der Abel-Tasman-Nationalpark, die Catlins im Süden und zwei Puffertage für schlechtes Wetter dazu, ohne dass Du eine Etappe streichen musst.

    • 10 Tage: Osten und Süden, ohne Westküste
    • 14 Tage: komplette Runde inklusive Gletscher, rund 2.000 km
    • 21 Tage: zusätzlich Nelson, Abel Tasman, Catlins und Pufferzeit
    • Faustregel für die Etappenplanung: 70 km/h, nicht 90

    Die klassische Runde ab Christchurch

    Von Christchurch geht es nach Südwesten über Tekapo und Mount Cook, wo die türkisen Gletscherseen und der höchste Berg des Landes liegen. Weiter nach Queenstown, von dort ein Abstecher nach Te Anau und zum Milford Sound. Bis hierher sind es rund 900 Kilometer und mindestens sechs Tage.

    Der Rückweg führt über Wānaka und den Haast Pass an die Westküste, zu den Gletschern Fox und Franz Josef, weiter durch Regenwald nach Hokitika und schließlich über den Arthur's Pass zurück nach Christchurch. Diese zweite Hälfte ist landschaftlich die abwechslungsreichere und wird von Zeitknappen am häufigsten gestrichen.

    Im Uhrzeigersinn oder gegen den Uhrzeigersinn spielt kaum eine Rolle. Für die meisten hat sich bewährt, erst nach Süden zu fahren und über die Westküste zurückzukommen, weil die Gletscher dann nicht am Ende der Reise liegen, wenn die Kraft nachlässt.

      Wann Du fahren solltest

      November bis April ist die Saison. Dezember bis Februar bringt 20 bis 26 Grad im Osten, alle Pässe offen und die volle Auswahl an Touren, dazu die höchsten Preise und ausgebuchte DOC Campsites. Ohne Vorbuchung wird es an den beliebten Plätzen eng.

      März und April sind unser Vorschlag: die Farben in Arrowtown und am Lake Wānaka, klare Luft, deutlich weniger Menschen und spürbar niedrigere Preise. Die Wanderwege sind offen, nur die Nächte werden kühl.

      Von Mai bis September ist die Insel leer und günstig, aber viele Pässe können bei Schnee gesperrt sein, das Tongariro-Pendant Alpine Crossing hat der Süden ohnehin nicht, und Fiordland verliert einige Bootstouren. Für Skifahrer ist es dagegen die richtige Zeit, Queenstown und Wānaka haben vier Skigebiete in Reichweite.

        Freedom Camping und Stellplätze

        Auf der Südinsel gibt es die schönsten DOC Campsites des Landes, oft für 8 bis 15 NZD pro Person, häufig ohne Strom und mit Plumpsklo, dafür an Stellen, für die andernorts Hotels gebaut würden. Boundary Creek am Lake Wānaka, Lake Lyndon in Canterbury oder die Plätze an der Milford Road sind Beispiele.

        Freedom Camping ist dagegen strenger geregelt, als viele erwarten. Der Queenstown Lakes District verbietet es fast überall, Mackenzie und Marlborough erlauben es an ausgewiesenen Stellen für self-contained Fahrzeuge. Das Bußgeld liegt bei 200 NZD und wird verhängt, nicht angedroht.

        Ein self-contained zertifizierter Camper macht auf der Südinsel deshalb einen größeren Unterschied als auf der Nordinsel. Vier unserer sieben Modelle sind zertifiziert, und über zwei Wochen gerechnet ist das der größte einzelne Kostenhebel Deiner Reise.

          Häufige Fragen zur Südinsel

          Wie viele Tage braucht man für die Südinsel?
          Vierzehn Tage sind das Minimum für die komplette Runde mit Gletschern, rund 2.000 Kilometer. Zehn Tage reichen für Osten und Süden ohne Westküste. Mit drei Wochen kommen Nelson, Abel Tasman und die Catlins dazu, plus Pufferzeit für schlechtes Wetter.
          Wie weit ist es von Christchurch nach Queenstown?
          Rund 480 Kilometer und 5,5 Stunden reine Fahrzeit über Timaru, Twizel und Cromwell. Als Tagesetappe ist das viel, die meisten übernachten unterwegs in Tekapo oder am Mount Cook.
          Ist die Südinsel schöner als die Nordinsel?
          Landschaftlich dramatischer, ja: Fjorde, Gletscher, Bergseen und leere Straßen. Die Nordinsel hat dafür das wärmere Klima, kürzere Etappen und mit Geothermie und Māori-Kultur etwas, das der Süden nicht bietet. Unter drei Wochen solltest Du Dich für eine entscheiden.
          Wann ist die beste Reisezeit für die Südinsel?
          November bis April. Dezember bis Februar für das wärmste Wetter, dafür teuer und voll. März und April sind unsere Empfehlung wegen der Herbstfarben, der klaren Luft und der niedrigeren Preise. Im Winter ist die Insel leer, aber Pässe können gesperrt sein.
          Wie lange sollte ich pro Tag fahren?
          Drei bis vier Stunden sind angenehm, mehr wird anstrengend, weil die Straßen kurvig sind. Rechne bei der Planung mit einem Schnitt von 70 km/h statt 90, sonst verschätzt Du Dich pro Etappe regelmäßig um eine bis zwei Stunden.
          Brauche ich einen self-contained Camper für die Südinsel?
          Nötig ist er nicht, aber er zahlt sich hier stärker aus als im Norden, weil viele der schönsten Plätze nur für zertifizierte Fahrzeuge offen sind. Vier unserer sieben Modelle sind self-contained. Über zwei Wochen ist das der größte einzelne Kostenhebel.
          Was sollte ich auf der Südinsel auf keinen Fall auslassen?
          Den Milford Sound oder besser noch den Doubtful Sound, den Hooker Valley Track am Mount Cook, die Westküste mit den Gletschern und den Sternenhimmel im Dark Sky Reserve rund um Tekapo. Wer Zeit knapp hat, streicht eher Queenstown als die Westküste.
          Wie komme ich mit dem Camper auf die Südinsel?
          Mit der Fähre von Wellington nach Picton, 3,5 Stunden, vorab gebucht und nach Fahrzeuglänge abgerechnet. Ohne Fähre geht es auch: Du fliegst nach Christchurch und übernimmst den Camper dort direkt bei uns, das spart bei reinen Südinsel-Reisen einen ganzen Tag.

          Die Südinsel mit dem Camper erleben

          Übernimm Deinen Campervan in Auckland oder Christchurch und entdecke die Region in Deinem eigenen Tempo.