
Nordinsel: Highlights & Regionen.
Für die Nordinsel solltest Du mindestens zehn Tage einplanen, für eine Runde ohne Hetze eher zwei Wochen. Sie ist wärmer als die Südinsel, dichter besiedelt und geologisch deutlich aktiver: Geysire, drei Vulkane im Tongariro-Nationalpark, das Zentrum der Māori-Kultur und die besten Badestrände des Landes. Wer nur einmal kommt und vor allem Berge sehen will, fährt in den Süden. Wer Kultur, Wärme und Abwechslung sucht, bleibt oben.
Regionen der Nordinsel

Auckland
Pulsierende Hafenstadt & häufiger Startpunkt.
Beste Reisezeit: November bis April
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Bay of Islands
144 Inseln, Delfine & Gründungsgeschichte.
Beste Reisezeit: Dezember bis März
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Coromandel
Cathedral Cove, Hot Water Beach & Regenwald.
Beste Reisezeit: Dezember bis März
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Rotorua & Taupō
Geysire, heiße Quellen & Māori-Kultur.
Beste Reisezeit: Ganzjährig
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Tongariro-Nationalpark
Vulkane & das berühmte Alpine Crossing.
Beste Reisezeit: November bis April
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Wellington
Hauptstadt, Kultur & Fähre zur Südinsel.
Beste Reisezeit: November bis April
Mehr erfahrenNordinsel oder Südinsel: die ehrliche Antwort
Die Frage kommt bei uns häufiger als jede andere, und die Antwort hängt weniger vom Geschmack ab als von der Reisezeit. Unter drei Wochen solltest Du Dich für eine Insel entscheiden. Beide in zwei Wochen ist möglich, bedeutet aber, dass Du hauptsächlich fährst.
Die Südinsel hat die Postkartenmotive: Fjorde, Gletscher, Bergseen, leere Straßen. Sie ist landschaftlich dramatischer, und wer diese Bilder im Kopf hat, wird oben nicht ganz glücklich. Die Nordinsel dagegen hat das wärmere Klima, die kürzeren Etappen, die lebendige Māori-Kultur und mit Geothermie und Vulkanen etwas, das es auf der Südinsel gar nicht gibt.
Praktisch spricht für die Nordinsel, dass die meisten Interkontinentalflüge in Auckland landen. Wer nur zehn Tage hat, spart sich mit einer Nordinsel-Runde den Inlandsflug oder die Fähre und hat mehr Zeit vor Ort statt unterwegs.
Wie viel Zeit Du brauchst
Sieben Tage reichen für eine kleine Runde: Auckland, Coromandel, Rotorua, Taupō und zurück. Das sind rund 900 Kilometer, gut fahrbar, und Du siehst Strand, Geothermie und See.
Zehn bis zwölf Tage sind die sinnvolle Größe. Dieselbe Runde plus Tongariro-Nationalpark und entweder Bay of Islands im Norden oder Wellington im Süden. Damit hast Du alle vier Landschaftstypen der Insel gesehen und musst keinen Tag hetzen.
Zwei Wochen erlauben die komplette Umrundung mit Northland, Ostküste und Hawke's Bay. Wer drei Wochen hat, sollte statt mehr Nordinsel lieber die Fähre nehmen und die Südinsel dazunehmen.
- 7 Tage: Auckland, Coromandel, Rotorua, Taupō, rund 900 km
- 10 bis 12 Tage: zusätzlich Tongariro und Bay of Islands oder Wellington
- 14 Tage: komplette Runde inklusive Northland und Ostküste
- Ab 21 Tagen: Nordinsel plus Fähre und Südinsel
Die klassische Runde ab Auckland
Von Auckland führt der Weg nach Osten auf die Coromandel-Halbinsel, rund 2,5 Stunden, mit Cathedral Cove und dem Hot Water Beach, an dem Du Dir bei Ebbe eine eigene Thermalwanne in den Sand gräbst. Von dort weiter nach Rotorua, noch einmal 2,5 Stunden.
Rotorua und Taupō liegen 80 Kilometer auseinander und sind das Zentrum der Reise: Geothermalparks, Māori-Kulturabende, der größte See des Landes und die Huka Falls. Zwei bis drei Tage sind hier gut angelegt. Weiter südlich folgt der Tongariro-Nationalpark mit dem Alpine Crossing, für viele der Höhepunkt der Insel.
Von Tongariro sind es 4,5 Stunden nach Wellington, wo die Fähre auf die Südinsel ablegt, oder rund 5 Stunden zurück nach Auckland. Die Rückfahrt lässt sich über Waitomo mit den Glühwürmchenhöhlen legen, das kostet keine zusätzliche Zeit.
Wann Du fahren solltest
Die Nordinsel ist subtropisch geprägt und funktioniert ganzjährig. Dezember bis Februar bringt 22 bis 28 Grad, badewarmes Meer und volle Campingplätze, dazu die höchsten Mietpreise des Jahres. Wer in dieser Zeit kommt, sollte Stellplätze vorbuchen.
März und April sind unsere Empfehlung: noch warm genug zum Schwimmen, deutlich leerer, und die Preise fallen spürbar. Im Winter von Juni bis August ist es mit 10 bis 16 Grad mild, es regnet mehr, aber Geothermie und Thermalbäder sind dann sogar angenehmer als im Hochsommer.
Ein Unterschied zur Südinsel, den viele nicht auf dem Schirm haben: Es wird oben deutlich seltener richtig kalt. Nachtfrost gibt es außerhalb der Bergregionen praktisch nicht, was das Reisen im Camper im Winter angenehmer macht als im Süden.
Mit dem Camper auf die Südinsel
Die Fähre von Wellington nach Picton dauert 3,5 Stunden und ist die einzige Verbindung für Fahrzeuge. Camper werden nach Länge abgerechnet und müssen vorab gebucht werden, in der Hochsaison mehrere Wochen im Voraus. An das Fahrzeug kommst Du während der Überfahrt nicht heran.
Die Strecke durch die Marlborough Sounds auf der letzten Stunde gehört zu den schönsten Bootsfahrten des Landes, deshalb lohnt sich eine Tagesüberfahrt gegenüber der Nachtfahrt. Bei Wind kann es auf der Cook Strait unangenehm schaukeln, bei empfindlichem Magen also vorher etwas einnehmen.
Wer die Fähre vermeiden will, kann bei uns in Auckland übernehmen und in Christchurch zurückgeben. Dazwischen liegt dann ein Inlandsflug, und der Camper wartet auf der anderen Seite. Ob sich das rechnet, hängt von der Reisedauer ab, wir rechnen es Dir gerne einmal durch.
Häufige Fragen zur Nordinsel
- Wie viele Tage braucht man für die Nordinsel?
- Sieben Tage reichen für eine kleine Runde über Coromandel, Rotorua und Taupō. Zehn bis zwölf Tage sind die sinnvolle Größe und schließen den Tongariro-Nationalpark mit ein. Zwei Wochen erlauben die komplette Umrundung mit Northland und Ostküste.
- Nordinsel oder Südinsel, was ist besser?
- Unter drei Wochen solltest Du Dich entscheiden. Die Südinsel hat die dramatischere Landschaft mit Fjorden, Gletschern und Bergseen. Die Nordinsel ist wärmer, hat kürzere Etappen, die lebendige Māori-Kultur und mit Geysiren und Vulkanen etwas, das der Süden nicht bietet.
- Kann man beide Inseln in zwei Wochen sehen?
- Möglich ist es, sinnvoll selten. Du verbringst dann den Großteil der Zeit auf der Straße und auf der Fähre. Besser ist, eine Insel richtig zu sehen und die andere beim nächsten Mal. Ab drei Wochen wird die Kombination entspannt.
- Wo landet man auf der Nordinsel?
- In Auckland, dort kommen fast alle Interkontinentalflüge an. Wir übergeben den Camper in Auckland, sodass Du direkt losfahren kannst. Für die ersten Stunden im Linksverkehr nach einem Langstreckenflug solltest Du keine lange Etappe planen.
- Wann ist die beste Reisezeit für die Nordinsel?
- Dezember bis Februar für das wärmste Wetter und das Baden, dafür voll und teuer. März und April sind unsere Empfehlung: warm genug, deutlich leerer, günstigere Preise. Im Winter ist es mit 10 bis 16 Grad mild und Thermalbäder sind dann besonders angenehm.
- Wie kommt man mit dem Camper auf die Südinsel?
- Mit der Fähre von Wellington nach Picton, 3,5 Stunden, die einzige Fahrzeugverbindung. Vorab buchen, in der Hochsaison Wochen im Voraus, abgerechnet wird nach Fahrzeuglänge. Alternativ übernimmst Du in Auckland und gibst in Christchurch zurück, mit einem Inlandsflug dazwischen.
- Was sind die Highlights der Nordinsel?
- Das Tongariro Alpine Crossing als beste Tageswanderung des Landes, die Geothermalparks um Rotorua, die Māori-Kultur in Rotorua und Waitangi, Cathedral Cove und Hot Water Beach auf der Coromandel, die Glühwürmchenhöhlen von Waitomo und die Bay of Islands im Norden.
- Ist Freedom Camping auf der Nordinsel erlaubt?
- Es hängt vom Bezirk ab und ist nirgends pauschal erlaubt. Im Taupō District gibt es ausgewiesene Plätze für self-contained Fahrzeuge, in Auckland und Rotorua ist es weitgehend untersagt. Die Schilder vor Ort sind maßgeblich, das Bußgeld liegt bei 200 NZD.
Die Nordinsel mit dem Camper erleben
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